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Verkündigung, Gemeinschaft, Teilhabe

Im Landkreis Ortenau mit seinen ca. 417000 Einwohner leben statistisch gesehen

  • ca. 417 gehörlose Menschen (zum Teil gebärdensprachlich orientiert) mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 Prozent.
  • ca. 710 Geburtsschwerhörige und an Taubheit grenzend Schwerhörige (zu einem kleinen Teil gebärdensprachlich orientiert, zu einem größeren Teil lautsprachlich) mit einem GdB über Prozent.  

Ein Teil dieser Menschen ist in Vereinen organisiert (Gehörlosenverein „Hornisgrinde“ Achern e.V., Gehörlosenverein Lahr e.V., Gehörlosenverein „Ortenau“, Offenburg e.V.) und sie gehören zu den zwei christlichen Gehörlosengemeinden der Erzdiözese und der Landeskirche. Beide Gemeinden arbeiten seit Jahrzehnten ökumenisch offen. Die evangelische Gehörlosengemeinde Offenburg besteht seit den 1960ger Jahren.   

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen:

Die evangelische Offenburger Gehörlosen-Gemeinde lädt einmal monatlich zu einem „Gemeindetag“ mit Gottesdienst, gemeinsamen Mittagessen und Gemeindenachmittag. Dieser Gemeindenachmittag dient mal der Erwachsenenbildung für Gehörlose (z.B. Vorträge in Gebärdensprache, Seniorengymnastik) mal dem geselligen Beisammensein. Die Treffen dauern in der Regel etwa 5 Stunden. Diese Art der Gemeindearbeit hat sich aus der großen Fläche des Einzugbereichs ergeben: die Menschen reisen zum Teil aus der ganzen Region und aus dem angrenzenden mittleren Schwarzwald an. Einige wenige aus dem Elsass oder aus den nördlichen Teilen des Emmendinger Kirchenbezirks. 

Kasualien (Taufen, Trauungen und Beerdigungen) werden begleitet oder selbst gestaltet. 

Regelmäßig werden Basteltreffs mit gehörlosen Frauen gehalten. Mindestens einmal im Jahr macht die Gemeinde einen Busausflug, der im guten Sinne „inklusiv“ zu nennen ist: es reisen immer Gehörlose, Schwerhörige und problemlos Hörende mit und man genießt die gemeinsame Unternehmung. 

Seelsorge in einer angemessenen Kommunikation geschieht auf Wunsch Ratsuchender oder bei Besuchen kranker, hochbetagter oder einsamer gehörloser Männer und Frauen.

Autorin: Liselotte Michael

 

Weitere Informationen zu: Seelsorge, Beratung und Hilfe für Hörgeschädigte

 
Ansprechpartner
Liselotte Michael
Bezirksbeauftragte für die Gehörlosenseelsorge
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