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JAM TIME, Interkultureller Konzertabend und Gospelworkshop

JAM-TIME

Smyle Art Lounge lädt ein

Bereits im vergangenen Jahr haben Simone Müller und weitere Künstler der Smyle Art Lounge in Lahr zum monatlichen Jammen eingeladen.
Nun wird es Zeit, dass diese musikalische Zusammenkunft für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung wiederbelebt wird.
In der Projektreihe „Musik verbindet Kulturen“ kooperieren die Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau und die Künstlergruppe der Smyle Art Lounge daher miteinander.
Menschen aller Kulturen, die Lust haben, durch die Musik mit anderen in Kontakt zu treten, sind zu diesen Events herzlich eingeladen.
Gemeinsam wird nach Herzenslust improvisiert und gejammt.
Gerne können eigene Instrumente mitgebracht werden, aber „einfach-so-Gäste“ sind genauso willkommen.

Die Termine 2019:

5. April, 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli

Ort: Smyle Art Lounge im Kesselhaus, Industriehof 10, 77933 Lahr

Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eintritt frei!
 

Weitere Informationen bei Simone Müller E-Mail: simone[at]smyle-art[dot]de

Musik verbindet Kulturen

 
Verschiedene Künstler und Musiker mit und ohne Migrationshintergrund stellten sich im Oktober 2018 beim Interkulturellen Konzertabend im Ichenheimer Gasthaus „Löwen“ vor.
Mit dabei unter anderen die „Worlderers“, YAYA Singateh aus Gambia, E-VANS-TIP aus Ghana und "Dimbaaya MOOYA" - zu deutsch „eine nette Familie“. DJ PEPE erfüllte anschließend Musikwünsche des Publikums.
 
Herbie Wickertsheim hat "die Worlderers", eine multinationale Flüchtlingsband, gegründet, die er leitet, mit der er regelmäßig probt und die er schon bei zahlreichen Auftritten präsentiert hat.
Er hat mit seiner Band ein Repertoire von rund 40 Liedern erarbeitet, etliche davon mit Texten, die er selbst geschrieben hat. Er ist somit ganz nebenbei auch einer der erfolgreichsten Deutschlehrer unter den Ehrenamtlichen. Seine Lieder „Ein bisschen Deutsch muss sein“ oder „Ich bin nur ein Flüchtling, doch auch ein Mensch wie du“ sind Ohrwürmer, die inzwischen viele Ehrenamtliche und die von ihnen Betreuten mitsingen können.
„Herbie schafft mit seinen Auftritten vor Flüchtlingen in von uns organisierten Sälen Gemeinschaft, ein Miteinander, das in den beengten Flüchtlingsunterkünften ohne Gemeinschaftsräume nicht möglich wäre“, betonte Furrer, der Leiter des Freundeskreises-Flüchtlinge-Lahr.
Die Worlderers reißen die geflüchteten Zuhörer mit, die schon bald begeistert zur Musik mittanzen und für kurze Zeit die Sorgen über ihre ungewisse Zukunft vergessen. Und seinen Musikern verschaffe er die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu präsentieren und damit ihr Selbstwertgefühl zu stärken. 
 
YAYA Singateh aus Gambia präsentierte seine Reaggae-Kompositionen, E-VANS-TIP aus Ghana rappte in seiner Landessprache. MESUD präsentierte den Orient, NIROV animierte zum Tanz! Improvisationen aus Schwanau mit Michael Hitzel's Flüchtlingsband, KAMAL Ismaili spielte die Saztambour, DJ PEPE erfüllte anschließend Musikwünsche des Publikums! 
 
Quelle: Annette Lorenz Kalomba
 
Die in Renchen wohnhafte Musikpädagogin und Musikerin Annette Lorenz Kalomba, alias Anatou stellt die aktuelle Konstellation ihrer Band "Dimbaaya MOOYA" auf deutsch: "eine nette Familie" vor. Anatou gehört zu den Musikerinnen, die beim hautnahem Erleben und Entdecken der Kulturen Afrikas und Lateinamerikas viel Kraft und musikalischen Reichtum erfahren durfte.
Seit ihrem fünften Lebensjahr beschäftigt sie sich mit der Musik, mit Tasten, Saiten, Fellen und mit der Stimme. Schon in den frühen 80er Jahren während eines langjährigen Aufenthaltes in West-Afrika konnte sie musikalische Eindrücke sammeln und vertiefen. Inspiration und Glaube als treibende Kräfte haben sie dem Ziel nähergebracht, ihr Wissen mit Würde und Achtsamkeit weiterzutragen und zu verbreiten. Insbesondere möchte sie die geheimnisvollen und kulturellen Schätze näher an die Menschen herantragen. 
Um die Bandleaderin versammeln sich Musiker mit und ohne Migrationshintergrund mit bemerkenswerten musikalischen Werdegängen und Laufbahnen. 
Die Besetzung: Annette Lorenz Kalomba/ Deutschland, Mamoudou Doumbouya/ Guinéa, Beuz Thiombiane/ Senegal, Marco de Lahuén/ Chile, Ibrahim Conté/ Gambia, Gerard Maringa/ Guadeloupe, Gaby Richter/ Deutschland. Die Kombo spielt sowohl traditionnelle Lieder aus Afrika und Lateinamerika, als auch Interpretationen zeitgenössischer Musiker wie z.B. Lokua Kanza, Fatoumata Diawara, Namika, Sona Jobarteh, Carlos Santana u.v.m.Ob Afrikanische Rumba, Afro-Beat oder Roots-Reaggae, Cubanischer Son oder karibischer Zouk, die Formation begeistert und lässt den Funken sofort überspringen. Auch eigene Kompositionen und Werke der "Familienmitglieder"  stehen auf dem Programm. Die Songs werden in verschiedenen afrikanischen Sprachen wie Mandinka, Wollof, Ga, Ewe, Lingala, Tshisluba und Zwaheli, aber auch in deutscher, englischer, spanischer, und in créolischer Sprache gesungen und vorgetragen.
"Dimbaaya Mooya" versprüht transkulturelle Lebensfreude, die alle Grenzen zu sprengen vermag. Keine vertrauten Klischees, sondern eine eigenständige selbstbewusste Seele, ein strahlender, vibrierender musikalischer Kosmos; magisch, temperamentvoll, leidenschaftlich, verführerisch, ansteckend...
 
Text: Annette Lorenz Kalomba

Viel Emotion und Begeisterung beim Abschlusskonzert

Interkultureller Gospel-Workshop 2018

Fast 40 Sängerinnen und Sänger aus unterschiedlichen Regionen, Kulturen und Nationalitäten trafen sich am ersten Märzwochenende zum zweiten interkulturellen Gospel-Workshop in der Luthergemeinde Lahr, um gemeinsam ihrer Freude an der Musik nachzugehen.

Der Gospel-Workshop stand wieder unter der Leitung von Adrienne und Marco Morgan Hammond.

Der von der Evangelischen Erwachsenenbildung initiierte Projektchor im Rahmen der Reihe „Musik verbindet Kulturen“ entwickelte sich rasch zu einer harmonischen interkulturellen Truppe. Es wurde musikalisch fleißig gearbeitet, an Arrangements gefeilt und dabei sehr viel gelacht.

Quelle: Anita Rees

Die Freude aller Teilnehmenden, dass sie die Herausforderung gemeistert hatten, in kurzer Zeit ein komplettes Konzertprogramm einzustudieren, war beim Abschlusskonzert am Sonntag deutlich zu spüren.

Die Chormitglieder aus Deutschland, Lettland, Syrien, dem Iran, den USA und den Niederlanden, strahlten und waren begeistert in ihrem Element.

Nach anfänglicher - sicher auch kulturell bedingter Zurückhaltung des Publikums - erhoben sich die ersten Zuhörer, um den Chor klatschend zu bejubeln.

Gegen Ende des Konzertes sang der Chor das selbst komponierte Stück „As long as we hold together“ von Adrienne Morgan Hammond. Spätestens bei der Gospelschleife „One nation, one world, one family“ hielt es niemanden mehr auf den Kirchenbänken. Gemeinsam klatschten, sangen und feierten alle Anwesenden. So war dieser interkulturelle Gospel-Workshop der Evangelischen Erwachsenenbildung erneut ein gelungener Beitrag, um die Menschen unserer Region ein Stück näher miteinander in Verbindung zu bringen - unabhängig davon, aus welcher Kultur sie ursprünglich kommen.

 

Gemeinsames Singen und spannende Gespräche

Gospelworkshop 2017 als interkulturelle Begegnung

Zu einem interkulturellen Gospelworkshop der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau trafen sich Ende März 40 Frauen und Männer in Lahr. Die Leiter des Workshops, Adrienne und Marco Morgan Hammond, konnten unter den Sängerinnen und Sängern auch geflüchtete Menschen aus Syrien, Gambia, Nigeria und dem Iran begrüßen.
Quelle: Simone Müller
von links - Teilnehmerin Merna Abou, Musiker Spraga, Organisatorin Katharina Lindner, Sänger Yaya Singhathe, Musikerin Annette Kalomba, Workshopleitung Adrienne und Marco Morgan Hammond
 

Durch ihre lebendige, herzliche und dennoch sehr professionelle Art erzeugte Adrienne Morgan Hammond eine angenehme Atmosphäre, die sich schon bald auf alle Beteiligten übertrug. Während der Proben wurde viel gelacht und dabei dennoch konzentriert an den Liedern gefeilt. In den Pausen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv miteinander in Kontakt. Es entstanden spannende Gespräche und Begegnungen weit über das gemeinsame Musizieren hinaus und über scheinbare kulturelle Grenzen hinweg.

Beim Einführungsgottesdienst für die neue Pfarrerin der Lahrer Luther- und Paulusgemeinde, Marie-Louise Scheuble, beteiligte sich der Chor mit zwei Liedern.

Dies war eine gute Einstimmung auf das große Abschlusskonzert am Abend. Zwar war die Kirche nur halb gefüllt, doch die Menschen, die der Einladung zum Konzert gefolgt sind, waren sehr begeistert von der grandiosen Dynamik des interkulturellen Chores. Die Stimmung war klasse, der Chor gab sein Bestes und das Publikum feierte ausgelassen mit. Nach mehreren Zugaben folgten die Zuhörer dem Chor singend aus der Kirche auf den Platz vor dem Gemeindehaus.

Quelle: Marco Morgan Hammond)
Teilnehmende des Workshops bei der Generalprobe in der Kirche

Dort dankte Katharina Lindner, Bezirksbeauftragte Flucht und Migration, allen, die sich auf das wunderbare Wagnis dieser interkulturellen Begegnung eingelassen haben. Bereits kurz nach der Veranstaltung gab es etliche Anfragen, wann es denn wieder einen solchen besonderen Gospelworkshop geben wird.

 
Weitere Informationen:
Katharina Lindner, Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration, mobil: 0162-1770095
 
Ansprechpartner
Isabel Kimmer
Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration - Region Offenburg und Neuried
Quelle: eeb-ortenau
Inese Freija-Neimane
Koordination Begegnungsprojekte in der Region Lahr
Quelle: eeb.ortenau
Gabriella Balassa
EFA - Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit - Region Kehl
Quelle: privat
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