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Kirchen sind gefordert, wenn die Menschenwürde bedroht ist.

LANDESSYNODE DER EVANGELISCHEN LANDESKIRCHE IN BADEN
29. April 2017
Beschlussvorschlag des Bildungs- und Diakonieausschusses (überarbeitete Fassung)
Erklärung der Landessynode gegen Rechtspopulismus

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst“ (aus Psalm 8)
Die Grundlagen der europäischen parlamentarischen Demokratien werden angefochten.
Achtung der Menschenwürde, Toleranz und Pluralismus gehören zu den normativen Voraussetzungen des Zusammenlebens. Sie gründen in einem christlichen Menschenbild.
Die Kirchen sind gefordert, wenn die Menschenwürde bedroht ist. Gott hat den Menschen mit besonderer Würde und mit besonderer Verantwortung ausgezeichnet. Im Gegenüber zu Gott findet er seine Aufgaben und seine Grenzen. Von den zehn Geboten bis zur Bergpredigt Jesu ist die göttliche Verheißung zugleich mit dem Auftrag verbunden, Leben zu bewahren, die Schöpfung zu schützen und für Gerechtigkeit zu sorgen.

Das Klima der Auseinandersetzungen um die Herausforderungen der modernen Welt und insbesondere um den Umgang mit den Fremden in unserer Gesellschaft verschlechtert sich. Das Schüren von Ängsten überlagert zunehmend den demokratischen Dialog.

Wir nehmen wahr, dass sich Menschen Sorgen um ihre Zukunft machen. Wir wissen, dass die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und anderen Religionen eine Herausforderung auch in demokratischen Gesellschaften ist.
Darum ermutigen und ermuntern wir die Gemeinden der Evangelischen Landeskirche in Baden, sich für den wechselseitigen Respekt und die Achtung der Menschenwürde als Grundlage für den Dialog in parlamentarischen Demokratien einzusetzen.

Insbesondere mit Blick auf die Bundestagswahl in Deutschland bitten wir die Gemeinden, aktiv den Dialog in der Gesellschaft zu suchen und sich kritisch mit rechtspopulistischen Bewegungen, Parteien oder Meinungen auseinander zu setzen.
Gott hat den Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Darum respektieren wir die Menschen und ihre Nöte. Wir lehnen Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Gleichgültigkeit gegenüber Armut, die Missachtung von Religionsfreiheit und jede Form der Diskriminierung als unvereinbar mit dem christlichen Glauben ab. Wir stellen dem die Botschaft von der Liebe Gottes entgegen, in der die unverlierbare Würde des Menschen gründet.
 
GH erklaerung_der_landessynode_zum_rechtspopulismus_endfassung.docx 02.06.17 17:25
Quelle: www.ekiba.de
 
Ansprechpartner
Isabel Kimmer
Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration - Region Offenburg und Neuried
Quelle: eeb-ortenau
Inese Freija-Neimane
Koordination Begegnungsprojekte in der Region Lahr
Quelle: eeb.ortenau
Gabriella Balassa
EFA - Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit - Region Kehl
Quelle: privat
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