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"...und ihr seid zu mir gekommen."

Gefangene zu besuchen gehört zum biblisch begründeten Auftrag der Kirche.

In der Bibel (Matthäus 25 Vers 36) heißt es: "Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen."

Gefängnisseelsorger sind Ansprechpartner für die Inhaftierten, aber auch für deren Angehörige und für Bedienstete in den Haftanstalten.

Hier erhalten Sie Informationen der "Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland".

 

Igor Lindner neuer Vorsitzender der Konferenz für Gefängnisseelsorge

Pfarrer Igor Lindner, Offenburg, ist neuer Leiter der Bundeskonferenz evangelischer Gefängnisseelsorger/-innen. Lindner wurde im Mai 2018 in Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) in sein neues, zusätzliches Amt gewählt.

Quelle: https://www.gefaengnisseelsorge.de/
Vorstand der evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge mit Pfarrer Igor Lindner (Mitte)
 
Die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland ist der Zusammenschluss von fast 300 evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern in 200 Justizvollzugsanstalten Deutschlands.

Die Gefängnisseelsorger/- innen begleiten Menschen im Gefängnis, führen Einzelgespräche unter dem Schutz des Seelsorgegeheimnisses und feiern mit den Gefangenen Gottesdienste in unterschiedlichen Formen. Die gefangenen Frauen oder Männer nehmen an Gesprächs-, Meditations-, Literatur-, Musik- und anderen Gruppen teil. Gefängnisseelsorger/-innen begleiten Gefangene bei Ausgängen, beispielsweise bei Bestattungen, und unterstützen die Kontaktaufnahme der Gefangenen zu Angehörigen. Sie berichten auch in Schulen und Gemeinden über ihre Arbeit. Die Seelsorger/-innen sind sowohl für die Gefangenen als auch für die Bediensteten seelsorgerisch tätig und unterliegen der Schweigepflicht.

In Baden arbeiten derzeit sechs Hauptamtliche in den Gefängnissen Bruchsal, Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Mannheim und Adelsheim. Nebenamtlich wirken Seelsorger/-innen in Kißlau, Lörrach, Konstanz, Singen, Waldshut-Tiengen, Bühl und Villingen-Schwenningen. „Die Gefängnisseelsorger stellen sich einem gesellschaftlichen Spannungsfeld, das sich zwischen den Bedürfnissen nach Sicherheit und Bestrafung einerseits und dem Recht auf Achtung der Menschenwürde andererseits bewegt“, erläutert Kirchenrätin Sabine Kast-Streib vom Zentrum für Seelsorge der badischen Landeskirche. Auf der Grundlage des christlichen Glaubens richte die Gefängnisseelsorge „den Blick auf Vergebung und Resozialisierung, ohne dabei die Schwere der Schuld zu verharmlosen“.

Die Bundeskonferenz evangelischer Gefängnisseelsorger/-innen hat sich in den 80 Jahren ihres Bestehens zu Themen, die den Strafvollzug betreffen, öffentlich geäußert. Entweder weil sie und ihre Mitglieder es für gesellschaftlich notwendig erachteten oder weil sie als Fachverband etwa bei Gesetzesänderungen oder -entwürfen vom Gesetzgeber zur Stellungnahme aufgefordert wurde.

Text: Dr. Daniel Meier - Kirchenrat, Pressesprecher und Leiter des Zentrums für Kommunikation (ZfK) der Landeskirche

 
 

 

 
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