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Stärkungsgottesdienst für Geflüchtete und Ehrenamtliche

Ein besonderer Gottesdienst für Geflüchtete und Ehrenamtliche wurde in der Lahrer Stiftskirche gefeiert. Vorbereitet wurde dieser Stärkungsgottesdienst von einem Team aus Ehrenamtlichen und Geflüchteten aus Syrien, Pakistan, Iran und der Bezirksbeauftragten für Flucht und Migration der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Quelle: Rama Abu Karam
Die Besucher wurden angeregt sich mit der eigenen Kraftquelle auseinanderzusetzen. Woher nehmen wir unsere Kraft und was ist unsere Hoffnung, die uns durch dieses Leben gehen lässt.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nicht immer sind diese Ehrenämter so leicht und fröhlich, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Besonders, wenn es um eine intensive persönliche Beziehung zwischen Menschen geht.                                                                      

Da die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe besonders emotional belastet sind, müssen sie gut auf sich und ihre eigenen Kräfte aufpassen. Sehr viele haben sich gerade in den vergangenen zwei Jahren weit über ihre Grenzen engagiert. Sie haben die Menschen hier beim Ankommen begleitet. Sind Ansprechpartnerinnen für die großen und kleinen Nöte geworden. Aus der Rolle des Helfenden sind nun oft auch Freundschaften geworden. Dadurch ist es für manche Ehrenamtliche nur schwer auszuhalten, dass beispielsweise viele ihrer afrikanischen Freunde noch immer in den Containern am Flugplatz leben oder ihnen die Arbeitserlaubnis von heute auf morgen entzogen wird, obwohl sie bereits gut und fleißig gearbeitet haben und die Lahrer Betriebe sie liebend gerne als Arbeitskräfte behalten würden. Schnell stößt man mit rationalen Argumenten an die Grenzen der behördlichen Logik. Umso wichtiger ist es, immer wieder inne zu halten, sich an den vielen schönen Begegnungen und Erfolgsmeldungen zu erfreuen, die es natürlich auch gibt.                                                                     

Die Geflüchteten selbst haben auch viel Kraft und Energie für den Weg und das Ankommen hier bei uns aufgebraucht. Und der gemeinsame Weg ist ja nun nicht zu Ende. Er geht weiter. Mit neuen, anderen Herausforderungen, mit der anhaltenden Sorge um die Verwandten und Freunde, die noch immer in den Heimatländern sind. Mit dem Bangen darum, ob nun endlich der Ehemann oder die eigenen Kinder nach Deutschland nachziehen dürfen. Oder ob sie das Pech haben werden, der oder die 1000. zu sein und die Grenze des Familiennachzugs dann bereits erreicht ist.    

Text: Katharina Lindner                                

 
Ansprechpartner
Isabel Kimmer
Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration - Region Offenburg und Neuried
Quelle: eeb-ortenau
Inese Freija-Neimane
Koordination Begegnungsprojekte in der Region Lahr
Quelle: eeb.ortenau
Gabriella Balassa
EFA - Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit - Region Kehl
Quelle: privat
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