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Vom Rhein bis zum Schwarzwald

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Evangelische Kirche im Herzen Europas. Dort, wo sonst europäische Politik gemacht wird, stoßen sie auf ein buntes evangelisches Kirchenleben inmitten einer sehr abwechslungsreichen und fruchtbaren Region, die sich vom Rhein bis zum Schwarzwald erstreckt.

Quelle: ulf - Ökumenischer Meilenstein im Kehler Rheinvorland
Etwa 41.000 evangelische Christinnen und Christen leben in den 27 Kirchengemeinden. Von kleinen Dorfgemeinden im ur-evangelischen Hanauerland bis hin zu großen Kirchengemeinden im eher katholisch geprägten Schwarzwald und zur Stadt Kehl als direktes Gegenüber der Europastadt Straßburg. Der Auftrag der Kirche Jesu Christi, den Menschen die gute Nachricht Gottes in Wort und Tat weiterzugeben, wird bei uns in ganz unterschiedlichen Bereichen gelebt und umgesetzt. ÖKUMENE und DIAKONIE werden hier groß geschrieben.

In unseren verschiedenen - auch konfessionell unterschiedlich geprägten - Landstrichen herrscht ein reiches ökumenisches Leben, vor allem mit den römisch-katholischen Schwestergemeinden. Aber auch die Gründung der „ACK Kehl-Hanauerland“ (Arbeitskreis christlicher Kirchen) im Jahr 2010 ist ein Meilenstein auf unserem ökumenischen Weg.

Die Grenze ist schon lange keine Grenze mehr. Die „flußüberschreitende“ ökumenische Zusammenarbeit mit unseren französischen Nachbarkirchen in Elsaß-Lothringen hat schon seit Jahrzehnten ihren Bestand und ihre Verbindlichkeit.

Quelle: ulf - St. Nikolaus-Kapelle Hausgereut
Sie kommt auch in regelmäßigen und gut besuchten zweisprachigen Gottesdiensten zum Ausdruck.

Aus den diakonischen Diensten und Werken ragt die Diakonie Kork besonders heraus.

Die Region Kehl gliedert sich in fünf Subregionen, die sich über drei Gebiete erstrecken. Ein großer Teil des Hanauerlandes, die Umgebung der Stadt Kehl und das Acher-Rench-Gebiet. Gebiete mit ganz unterschiedlicher landschaftlicher, historischer und gemeindlicher Prägung.

Von den drei Gebieten hat das Hanauerland einen „besonderen Ruf“ schrieb schon der damalige Dekan Dieter Oloff im Bericht anlässlich der Bezirksvisitation 1988. Es gilt als „unkirchlich“, als „sehr liberal“, als „besonders steiniger Boden“. …„Unkirchlich“, - ja, manche Kirche ist am Sonntag ziemlich leer. Aber woran soll „Kirchlichkeit“ denn gemessen werden? Nur am Gottesdienstbesuch? … „Steiniger Boden“, - ja, Pfarrer haben es hier nicht leicht, Kirchenälteste auch nicht immer. … Und doch sind viele Pfarrer lange im Hanauerland … „Liberal“…Immer aber hieß dabei „liberal“ auch: dem anderen Freiheit lassen, ihm nichts aufzwingen und nichts absprechen, tolerant sein. Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen. Diese Landschaft längs des Rheins ist immer wieder von Kriegen erschüttert und blutig heimgesucht worden.

Quelle: Roland Deusch - Kirchen der Region Kehl
Das hat die Menschen bis heute geprägt. Herrliche Dörfer mit einer großen Zahl schön hergerichteter Fachwerkhäuser geben dieser Landschaft ihr Gepräge. Es gibt sehr schöne und interessante Kirchenbauten völlig unterschiedlicher Größe. Es herrscht ein reges Vereinsleben. Vereinsfeste sind sehr gefragte Anlässe für gut besuchte Gottesdienste, die gerne auch ökumenisch (katholische Diaspora) gefeiert werden.

Das Gebiet rund um die Stadt Kehl umfasst zwei weitere Subregionen, den Stadtkreis und die eher dörflichen Teilorte. Vieles über das Hanauerland Geschriebene gilt auch für dieses Gebiet.

Quelle: ulf - Landesgartenschau 2004 (Statue "Begegnung" und die "Arche")

Kehl selbst ist unmittelbar mit Strasbourg verbunden, hat seit April 2017 eine direkte Tram-Anbindung und wird zunehmend mehr durch diese Nähe geprägt: Mehr als 4000 Bürger/innen französischer Nationalität leben in Kehl, rund 50 Prozent des Umsatzes in Kehler Geschäften wird von französischen Kunden erbracht etc. Die bi-nationale Landesgartenschau 2004 hat der Stadt einen weiteren großen Schub verliehen.

Das Gebiet jenseits der Autobahn bis zur Schwarzwaldhochstraße - um das Achertal und das Renchtal - ist flächenmäßig die größte Subregion. Es ist evangelisches Diasporagebiet, beinhaltet aber auch die großen Kirchengemeinden Achern (ca. 5000 Evangelische) und Oberkirch (ca. 3200).

Text: Dekan Günter Ihle  

 
Ansprechpartner
Günter Ihle
Pfarrer und Dekan der Region Kehl
Quelle: privat
Dekanatsinfo - Region Kehl

Dekanatsinfo Ausgabe 9- November 2018

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